Die die Übersichtskarten mit den gesamten Sternbildern samt Umgebung sowie Hilfskarten für die Lokalisierung von Einstiegspunkten entsprechen der Sicht mit freiem Auge bzw. Fernglas (etwaige Ausnahmen sind angemerkt), alle anderen Sternkarten sind entsprechend der Sicht mit einem Refraktor auf einer azimutalen Montierung mit Umlenkspiegel seitenverkehrt und aufrecht. Der Standort ist immer Wien oder nahes Niederösterreich (ausgenommen Skorpion und Schütze – hier ist der Standort Lesbos), die Uhrzeit je nach Jahreszeit wechselnd – die tatsächlichen Sichtwinkel sind daher je nach Uhr- und Jahreszeit und natürlich Standort anders, daher sind die Karten ggf. etwas zu drehen. Auch alle Richtungsangaben sind mit diesem Vorbehalt zu verstehen. Die Verwendung ist so gedacht, dass die Liste der Objekte pro Sternzeichen und die Übersichtskarte(n) Seite an Seite mit den Detailkarten verwendet werden, um schrittweise die Objekte „abzuarbeiten“. Ideal ist es, wenn man Platz genug hat, um alle 3 Unterlagen (Liste, Übersicht und Detail) nebeneinander legen zu können.

Alle Objekte sind so beschrieben, dass sie mit manueller Führung (d.h. ohne GoTo-Computersteuerung) gefunden werden können. Für Sterngucker mit GoTo sind die ohnehin ebenfalls online verfügbaren Listen von Doppelsternen mit RA/Dec-Angaben (wie z.B. vom Eagle Creek Observatory unter http://www.eaglecreekobservatory.org/eco/doubles/) besser geeignet.

Speziell bei sehr hellem Sternenhimmel ist die Orientierung oft sehr schwierig, da mit bloßem Auge wirklich nur mehr die hellsten Sterne wahrgenommen werden können. Von meinem Standort in Wien aus liegt die Sicht meist so rund um +3.5mag. Wenn dann der Vollmond noch dazukommt, dann natürlich noch niedriger. Hier helfen mir kleine Eselsbrücken besonders gut – wie beispielsweise, dass Alpha Sge in der Mitte zwischen Altair und Albireo liegt oder Zeta Cep in der direkten Verlängerung von Sadr zu Deneb. Da helfen dann auch relativ grobe Übersichtskarten mit der dem Datum und der Uhrzeit entsprechenden aktuellen Sicht sehr gut. Alle Richtungsangaben in den Beschreibungen wie O, W, N und S sind aus azimutaler Sicht zu verstehen und entsprechen links, rechts, oben und unten – dabei ist zu berücksichtigen, dass sich diese Angaben auf die aktuelle Sicht beziehen, d.h. abhängig von Standort, Uhrzeit und Datum und daher nur grobe Orientierungen sind.

Etwas trickreich bei der Orientierung an detaillierten Sternkarten ist der Umstand, dass es eine Vielzahl von variabel hellen Sternen gibt, die fallweise für Verwirrung sorgen können – aber das „Finden“ eines fehlenden oder unerwartet hellen oder schwachen Sterns kann gegebenenfalls mit nachfolgender Recherche auch zum Erfolgserlebnis werden.

Da sich bei der Erstellung dieses Katalogs laufend kleine Änderungen (neue Quellen, andere Werkzeuge, verschiedene Arbeitsweisen) mit Rückwirkung auf früher erstellte Inhalte ergeben, ist Aufbau und Inhalt der Tabellen im Detail nicht konsistent, was aber für die praktische Anwendung kein Problem sein sollte.

Zur Erstellung der Unterlagen für eine Sternsession ein paar Hinweise:

-        Tabelle zum gewünschten Sternzeichen aufrufen und Webseite ausdrucken

-        Übersichtskarte anklicken und auf Seitenformat A4 quer ausdrucken

-        Detailkarten anklicken und auf Seitenformat A4 quer ausdrucken.

Die Tabelle weist eine dritte Spalte auf, die leer ist und die Platz für Anmerkungen während der Beobachtung bietet. Die Objekte sind bevorzugt nach den populären Katalogen wie z.B. STF für Doppelsterne laut Struve oder M für Messier benannt. Speziell bei Doppelsternen wird nach Verfügbarkeit auch die HIP-Nummer des Hipparco-Kataloges angegeben, da damit die direkte Suche in Stellarium am einfachsten ist.

Falls der eigene Standort und die Sichtrichtig völlig unpassend für die Sternkarten ist, besteht immer noch die Möglichkeit, sich mit Hilfe von Stellarium eigene Sternkarten passend zu den Objektlisten zu erstellen. Gleiches gilt bei Verwendung eines anderen Equipments, insbes. z.B. eines Spiegelteleskops, bei dem die Sicht durch das Okular u.U. noch auf dem Kopf stehend und ggf. auch um 45° gedreht ist.

Falls Einsatz unter etwas raueren Bedingungen abzusehen ist, können die Karten (Tabelle sollte beschreibbar bleiben und ist als Verbrauchsmaterial anzusehen) durch Laminierung vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Fallweise (beispielsweise für den Wiedereinstieg nach einer Unterbrechung eines Session) ist es doch recht brauchbar, wenn man Unterstützung zum Einstieg in Form eines DSC-Systems hat. Daher ist für jedes Sternzeichen in der Liste auch ein Sky Commander Katalog abrufbar, der mittels Boot Flash in das Gerät geladen werden kann. Falls man einmal die Gelegenheit zu einer Sessionhat, aber gerade die erforderlichen Listen und Karten nicht parat sind, kann man auch nur mit Unterstützung des Sky Commanders, wobei in diesem Fall die näheren Informationen zu den Objekten fehlen und daher das Vergnügen halb ist.